Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit WiWo:
Halle (Saale)
Niveauranking 48 Dynamikranking 5
Fünftbeste Dynamik bundesweit, starke Verbesserungen am Arbeitsmarkt, aber viele soziale Probleme
Halle belegt mit 41,7 Punkten Niveaurang 48 unter den 50 einwohnerstärksten Städten in Deutschland. Dies ist das Ergebnis des achten wissenschaftlichen Städterankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit der WirtschaftsWoche. Beim Dynamikranking, das die Entwicklung im Zeitraum 2005 bis 2010 widerspiegelt, kommt Halle mit 56,86 Punkten auf Platz fünf. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Einkommen, Wirtschaftsleistung und Hochqualifizierte. Wo Halles Stärken liegen und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
Niveauranking
- 49,8 Prozent aller Kinder unter drei Jahren in Halle werden in Kindertageseinrichtungen betreut. Durchschnitt ist eine Kita-Betreuungsquote von 21,9 Prozent. Damit kommt Halle auf Rang drei im INSM-WiWo-Ranking.
- Im Jahr 2010 hatten in Halle 43,2 Prozent aller Einwohner ab 55 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job. Rang vier. Im Mittel aller 50 untersuchten Städte erreicht der Anteil älterer Beschäftigter ein Niveau von 37,8 Prozent.
- 14,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Halle haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Im Mittel beläuft sich der Anteil Hochqualifizierter auf 13,1 Prozent. Rang 19 für Halle.
Dynamikranking
- Die Altersbeschäftigungsquote stieg in Halle um 12,2 Prozentpunkte. Im Durchschnitt verbesserte sie sich in den Jahren 2005 bis 2010 um 7,8 Prozentpunkte. Das bedeutet Platz drei.
- In der Zeit von 2005 bis 2010 verbesserte sich die Arbeitsplatzversorgung in Halle um 7,0 Prozentpunkte. Im Schnitt stieg sie um 3,5 Prozentpunkte. Daraus ergibt sich Platz vier für Halle.
- Das durchschnittlich verfügbare Einkommen verbesserte sich in Halle von 2005 bis 2010 um 11,1 Prozent. Im Schnitt der 50 größten Städte lag der Anstieg bei 7,4 Prozent. Platz fünf.
Schwächen
Niveauranking
- 11,2 Prozent aller Schulabgänger in Halle sind im Jahr 2009 ohne einen Abschluss abgegangen. Durchschnittlich liegt diese Quote im Ranking bei 7,3 Prozent. Rang 49 für Halle.
- 16,2 Prozent der über 18-Jährigen in Halle sind nach Definition der Organisation creditreform privat hoch verschuldet. Im Schnitt der 50 größten Städte Deutschlands sind es 11,9 Prozent. Platz 49 für Halle.
- Auf 100 Einwohner in Halle kommen statistisch betrachtet 12,4 ALG-II-Empfänger. Im Schnitt aller untersuchten Städte sind es 8,5 Bezieher von Arbeitslosengeld II. Rang 49.
Dynamikranking
- In der Zeit von 2005 bis 2010 hat sich der Altersquotient in Halle um 5,1 Prozent verschlechtert. Damit belegt Halle Platz 50. Der Altersquotient gibt das Verhältnis zwischen der 20-59 jährigen Bevölkerung und den Einwohnern wieder, die 60 Jahre oder älter sind. Im Schnitt fiel der Altersquotient um 1,4 Prozent.
- Der Anteil Hochqualifizierter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Halle verbesserte sich in der Zeit von 2005 bis 2010 um 0,3 Prozentpunkte. Im Mittel ist er um 1,3 Prozentpunkte gestiegen. Halle erreicht damit Platz 48.
- Von 2005 bis 2010 stieg die Wirtschaftsleistung (BIP) je Einwohner in Halle um 4,6 Prozent. Im Mittel der 50 Städte im Ranking wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 10,5 Prozent. Daraus ergibt sich Platz 42 für Halle.
Das vollständige Profil von Halle als PDF-Download
Hier finden Sie alle Informationen des Städterankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) über Halle Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.