Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit WiWo:
Erfurt Platz 39
Gut bei kommunalen Investitionen und Gewerbesteuer - aber noch schwach am Arbeitsmarkt und der Einkommensdynamik
Erfurt belegt mit 90,1 Punkten Platz 39 von insgesamt 50 untersuchten Großstädten im sechsten wissenschaftlichen Städteranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit der WirtschaftsWoche. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Einkommen, Bruttoinlandsprodukt und Investitionsquote. Die Gesamtbewertung für jede Stadt setzt sich aus den aktuellen Daten (Niveau-Ranking) sowie den Veränderungen im Zeitraum 2003-2008 (Dynamikranking) zusammen. Beim Niveau-Ranking kommt Erfurt mit 40,6 Punkten auf Platz 39 und beim Dynamikranking mit 49,6 Punkten auf Platz 29. Wo die Stärken von Erfurt liegen und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
Niveauranking
- Die Höhe des Gewerbesteuerhebesatzes entscheidet mit über die Attraktivität einer Stadt für Unternehmen. In Erfurt liegt dieser Hebesatz bei 400 Prozent bei einem Durchschnittswert von 443 Prozent. Platz zwei für Erfurt.
- Die kommunale Investitionsquote von Erfurt lag im Jahr 2007 bei 7,7 Prozent. Die Stadt rangiert damit - bei einem Durchschnittswert von 6,1 Prozent - auf Platz 15.
- Mit einem Pendlersaldo von 14,5 je 100 Einwohner belegt Erfurt Rang 17 im INSM-WiWo-Vergleich der 50 größten Städte.
Dynamikranking
- In den Jahren 2004 bis 2008 fiel in Erfurt der Anteil privater Schuldner um 1,2 Prozentpunkte. Diese Entwicklung hat Platz eins zur Folge. Im Mittel aller untersuchten Städte nahm der Anteil der Verschuldeten um einen Prozentpunkt zu.
- Von 2003 bis 2008 sank in Erfurt die Zahl der gemeldeten Straftaten um 23,8 Prozent. Bezogen auf 100.000 Einwohner sank die Zahl der gemeldeten Delikte um 5,8 Prozent. Platz zwei.
- In der Zeit von 2003 bis 2007 stieg die Zahl der Gästeübernachtungen in Erfurt um jährlich 0,7 je Einwohner. Im Mittel stieg die Übernachtungszahl um 0,5 je Einwohner. Platz elf von 50.
Schwächen
Niveauranking
- Die Einkommensteuerkraft in Erfurt belief sich im Jahr 2007 auf 152 Euro je Einwohner. Im Mittel aller Städte waren es 298 Euro. Damit findet sich Erfurt auf Rang 46 von 50 wieder.
- Auf 100 Einwohner in Erfurt kommen statistisch betrachtet 11,3 ALG-II-Empfänger. Im Schnitt aller untersuchten Städte sind es 8,5 Bezieher von Arbeitslosengeld II. Rang 44.
- Bei der Arbeitslosenquote belegt Erfurt Platz 42 im INSM-WiWo-Ranking: Sie lag im Jahr 2008 bei 14,4 Prozent. Durchschnittswert: 11,5 Prozent.
Dynamikranking
- Das durchschnittliche verfügbare Einkommen verbesserte sich in Erfurt von 2003 bis 2008 um 1,2 Prozent. Im Schnitt der 50 größten deutschen Städte bewegte sich der Anstieg um 8,5 Prozent. Platz 50.
- Der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger stieg in Erfurt um 3,2 Prozentpunkte. Im Schnitt wuchs die Zahl der Bezieher von ALG II in allen 50 Großstädten um 1,9 Prozentpunkte. Platz 48 für Erfurt.
- In der Zeit von 2003 bis 2008 ergibt sich für Erfurt ein Demografieindex von 76,1 Punkten. Damit belegt Erfurt Platz 46. Werte über 100 Punkten (Durchschnitt aller 50 Städte) bedeuten: Eine Stadt hat in den letzten Jahren eine überdurchschnittliche, vergleichsweise günstigere Entwicklung erlebt. Punkt-Werte kleiner als 100 dokumentieren eine relativ ungünstigere demografische Entwicklung. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung - zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt - widerspiegelt.
Das vollständige Profil als PDF-Download
Hier finden Sie alle Informationen des Städterankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) über Erfurt Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswertenherunter.





